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© 2005 Thomas Gerling-Nörenberg
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Therapeutisches Verständnis
Der Mensch hat so viele Fassetten, Möglichkeiten und Ressourcen, die ihm noch nicht bewusst sind, die jedoch gleichwohl in ihm „schlummern“. Denn als Säugling waren viele Fähigkeiten bei ihm angelegt, sind aber im Laufe der „Erziehung“ blockiert oder verloren gegangen.
Die Gestalttherapie geht von dem Verständnis der „ganzen Gestalt“ aus. Jeder Mensch hat die Sehnsucht, "GANZ" zu werden, was bedeutet, heiler oder gesunder zu werden.
In der Bio-Energetik gibt es die Sichtweise, das Körper, Geist und Seele intensiv aufeinander bezogen agieren, d.b. seelische Probleme könnten sich im Körper „verdinglichen“ (Blockaden), körperliche Schocks können seelische Schwierigkeiten bewirken.
In der systemischen Therapie wird das Problem des Einzelnen nicht isoliert betrachtet, sondern es werden alle Mitglieder einbezogen; so wie bei einem Mobilé sich das Ganze bewegt, wenn ein Teil schwingt – Alle sind aufeinander bezogen = Beziehung.
In der Beratung / Therapie werde ich mich auf Sie und Ihre Situation individuell einstellen. Ziele könnten sein:
▪ Miteinander neue Sichtweisen entwickeln und angstfreie Lösungen erarbeiten
▪ Gemeinsame Klärung von destruktiven familiären Beziehungen
▪ Miteinander tragfähige Elternvereinbarungen entwickeln
▪ Verhaltensauffälligkeiten der Kinder verstehen lernen
▪ Einvernehmliche Absprachen in Trennungs- bzw. ScheidungssituationAussprache und Versöhnung bei generationsübergreifenden Konflikten, z.B. „Schwiegereltern“
▪ Familiengeheimnisse im „geschützten Raum“ offenbaren, Missverständnisse klären, „Vor-urteile“ verstehen lernen
▪ .......
Die Familie ist der grundlegende Entfaltungsraum für Menschen, insbesondere für Kinder. In verschiedenen Phasen der Familie kann es zu Krisen kommen, die das Gemeinschaftsleben empfindlich stören oder lähmen. Kritische Phasen sind z.B. Lebensübergängen, die Entwicklung vom Paar zur Familie (wenn Kinder kommen), von der Familie zum Paar (wenn Kinder ausziehen), etc.
Sind Entwicklungsprozesse blockiert, kann eine Familientherapie auf folgenden Ebenen wirksam sein:
▪ Paarebene (z.B. Vorbild sein)
▪ Elternebene, (z.B. elterliche Präsens)
▪ Geschwisterebene (z.B. Konkurrenz)
▪ Generationsebene: (Großeltern-Eltern-Kinder) generationsübergreifende Konflikte
Es ist nicht erforderlich, das jeweils die komplette Familie an den Sitzungen teilnimmt. Erfolgreiche Veränderungen gelingen auch dann, wenn nur ein Mitglied oder nur die Eltern anwesend sind.
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Die Patchworkfamilie ist anders als die klassische „Normalfamilie“. In ihr treffen zwei Familien-Kulturen aufeinander, die untereinander verbunden und wie in einem bunten Flickenteppich zusammengefügt werden wollen. Die großen als auch die kleinen Familienmitglieder sind ständig gefordert, sich um gegenseitiges Verständnis zu bemühen, Konflikte zu lösen und Kompromisse zu finden. Der Versuch, unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, gleicht oftmals einem Spagat, der viel Kraft und Durchhaltevermögen erfordert.
In der systemischen Therapie mit Patchworkfamilien wird die Vielfalt und Komplexität des Beziehungsgefüges besonders berücksichtigt. In den Sitzungen wird auf die individuelle Problematik eingegangen, die Wahrnehmung auf förderliche und hinderliche Einflüsse der Patchworkfamilie gerichtet. Ziel ist die Veränderung der Beziehungsdynamik zwischen den Familienmitgliedern, Probleme aufzulösen oder zumindest zu mildern, wobei auch die „außen stehenden Elternteile“ mit einbezogen werden können. Gelingt es mit allen Elternteilen eine tragfähige Verständnisebene zu entwickeln, wird diese Veränderung auch eine sehr positive Auswirkung auf die Entwicklung der Kinder nehmen. Damit werden alle Beteiligte ein neues Verständnis IHRER Familie bekommen und die familiäre Prozesse einfacher funktionieren. (SIEHE Artikel „Viel-Dimensionalität von Patchworkfamilien [168 KB]
– eine therapeutische Herausforderung“ )
Wer sinnvoller Weise an den therapeutischen Sitzungen teilnimmt, wird im ersten Kontakt gemeinsam geklärt.
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Eine Paarbeziehung sollte so lebendig sein, dass sie das persönliche Wachstum beider Partner unterstützt. Jedoch kann es zu krisenhaften Situationen kommen, bei denen bisherige Verständigungsformen nicht mehr weiterhelfen. Werden Beziehungskrisen als Vorboten notwendiger Entwicklungen verstanden, können neue Orientierungsmöglichkeiten und veränderte Beziehungsmuster entstehen.
Darüber hinaus bietet die systemische Paartherapie auch die Möglichkeit, in einem „geschützten Raum und Rahmen“ eine Trennung oder Scheidung zu begleiten.
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Die Herkunftsfamilie ist für jeden Menschen die „Grundmatrize“, bzw. das Urmodell von Familie, das unser Leben, insbesondere die Beziehungsgestaltung existentiell und nachhaltig prägt. Es ist sozusagen das Fundament, auf dem unsere Identität aufgebaut ist. In Abhängigkeitsbeziehungen zu Eltern, können sich in der Kinder- und Jugendzeit Vorstellungen und Ängste etabliert haben, die Menschen in ihrer Entwicklung hemmen oder blockieren. In der systemischen Einzeltherapie können mit Hilfe verschiedener Methoden hinderliche Muster erkannt und förderliche Ressourcen ent-deckt sowie erarbeitet werden.
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